Der Schussenrieder Josefsverein findet immer mehr Traditionsfreunde
Ein alter oberschwäbischer Feiertag ist wieder Tradition geworden: Am 19. März wird jedes Jahr der Schussenrieder Josefstag gefeiert. Traditionell wird am Josefstag der Josefsbock angestochen, eine naturtrübe, dunkle Bierspezialität. Der Schussenrieder Josefsverein, von Brauereichef Jürgen Josef Ott ins Leben gerufen, zählt mittlerweile über 700 Mitglieder namens Josef oder Josefine und hat auf dem Brauereigelände eine eigene, geweihte St.-Josefskapelle.
Bis zum Jahr 1965 war der Josefstag am 19. März in Oberschwaben ein katholischer Feiertag. Der Namenstag des Zimmermanns und gesetzlichen Vaters Jesu wurde hier immer besonders gefeiert. Wie so viele alte Traditionen wurde auch dieser Brauch eingestellt. Bis der Schussenrieder Bräu Jürgen Josef Ott, der sich für den Erhalt alter oberschwäbischer Werte einsetzt, vor etlichen Jahren begann, alle Namensvetter in sein Bierkrugmuseum einzuladen. Denn die Ott’schen Bierbrauer führen seit Generationen den Namen Josef als Erst- oder Zweitnamen. Ziel des Josefsvereins ist es, den 19. März wieder zum offiziellen Feiertag zu erklären. Am Josefstag sorgt jedes Jahr die Schussenrieder Josefskapelle für Stimmung. Und die Mitglieder aus verschiedenen Musikvereinen rund um die Kurstadt heißen wirklich alle Josef.